Comte, Auguste

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Auguste Comte wird als der Begründer der Soziologie und als Vordenker des 21. Jahrhunderts bezeichnet.

Der erste Soziologe: Auguste Comte (1798-1857)

Isidore Marie Auguste François Xavier Comte (* 19. Januar 1798 in Montpellier geboren; † 5. September 1857 in Paris) gilt als Mitbegründer der Soziologie und erster Soziologe überhaupt.  Als Erster suchte er systematisch nach einem Grund für die Entwicklung von Gesellschaften. Sein Blick auf die Gesellschaft ist ein langfristiger, da er nicht nur die Klassengegensätze oder die Konflikte in seiner Zeit untersucht, sondern auch die langfristigen Entwicklungen, was sich im "Dreistadiengesetz" niederschlägt.  Comte steht für die relative Autonomie des Faches Soziologie. Für ihn ist sie die Krönung aller Wissenschaften und ein relativ eigenständiges Fach. Comte hat ein Interesse daran, die politische Instabilität im nachrevolutionärem Frankreich zu untersuchen und heraus zu finden, wie die Menschen in geordneten Verhältnissen leben können. Er ist der erste, der eine nicht-naturwissenschaftliche und nicht-philosophische oder metaphysisch-religiöse Erklärung für die Veränderung von Gesellschaft gibt.

Auguste Comte (1798-1857)
Auguste Comte (1798-1857)

Die Fragen, die Comte am Anfang der Soziologie beschäftigten, blieben zentrale Themen dieser Wissenschaft. Erst recht,  nachdem Karl Marx sie ausgeweitet und kritischer beantwortet hatte.