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Link: https://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/sowi/akuf/Text_2010/Gewalt-Riel-2005.pdf

  • Raphael van Riel

    Gedanken zum Gewaltbegriff - Drei Perspektiven

    https://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/sowi/akuf/Text_2010/Gewalt-Riel-2005.pdf

    Der Gewaltbegriff stellt den Forscher vor mehrere Probleme. Die alltagssprachliche Bedeutung von Gewalt ist recht vage. In der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewaltphänomenen dominieren nicht selten politische Interessen die Verwendung des normativ aufgeladenen Begriffs. Gewalthandlungen, um die es in derartigen Kontexten ja schließlich geht, sind vielschichtig, was eine theoretische Erfassung erschwert. So finden sich in den Handlungen Akteursintentionen, Machtstrukturen, Opferemotionen, Akteursemotionen, ein kulturell geprägter Hintergrund, der die soziale Bedeutung einzelner Gewalthandlungen determiniert und nicht zuletzt auch Opferintentionen, welche eine theoretische Orientierung ausschließlich am Akteur unmöglich machen. Zusätzlich bleibt zunächst unklar, ob Gewaltakteure notwendigerweise Personen sind. Dabei hängen die Fragen, welche der Forscher zu beantworten sucht, vor allem davon ab, ob er Gewalt als prinzipiell vermeidbares soziales Phänomen oder als anthropologische Konstante versteht.

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