Soziologie

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Soziologie

Die Soziologie (lat. "socius", der Gefährte/Mitmensch und gr. logos, Wort/ Wahrheit/Wissenschaft)  ist die Wissenschaft  des Sozialen. Darunter fallen die verschiedenen Formen der Vergemeinschaftung (z.B. Familie, Nachbarschaft, soziale Gruppe) und der Vergesellschaftung (z.B. Organisation, Gesellschaft, Staat) der Menschen. Die Soziologie fragt nach den Strukturen des sozialen Handelns und der sozialen Gebilde und zählt zu den empirischen Sozialwissenschaften.  Der erste Soziologe war Auguste Comte (1798-1857), in dessen Schriften der Begriff der Soziologie seit 1838 findet.  Ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts setzte sich der Begriff durch die Arbeiten der "Gründergeneration" allgemein durch. Zu denen zählen: Emile Durkheim (1858-1917), Georg Simmel (1858-1918), Herbert Spencer (1820-1903), Max Weber (1864-1920), Ferdinand Tönnies (1855-1936) und Albion W. Small (1854-1926).


Eine genaue und facheinheitliche Definition der Soziologie gibt es nicht. Die bekannteste und weit verbreitete Definition stammt von Max Weber aus dem Jahr 1920 und fokussiert das "soziale Handeln":


„Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. ‚Handeln‘ soll dabei ein menschliches Verhalten […] heißen, wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden. ‚Soziales‘ Handeln aber soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.“ (Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, 1920)

Die Soziologie hat die Aufgabe, das Soziale als eigene Realität herauszuarbeiten und in seinen Strukturen zu verdeutlichen. Diese Strukturen reichen von den täglichen Umgangsformen, wie den Sitten und Bräuchen, bis zu komplexen sozialen Tatsachen, wie dem Recht oder bestimmten Institutionen und Organisationen.